Besucherrekord am Tag der Lehre

Von KonditorIn bis TischlerIn über KFZ-TechnikerIn bis hin zur Restaurantfachkraft – mehr als 30 Lehrberufe wurden beim vierten „Tag der Lehre“ in der Messe Innsbruck präsentiert. Über 8.000 junge Menschen und deren Eltern sind der Einladung gefolgt, um sich ein praxisnahes Bild über die duale Ausbildung zu machen – das sind um 3.000 Personen mehr als im Jahr 2018.

Durchgeführt wird die Veranstaltung vom Land Tirol gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Tirol, der Arbeiterkammer Tirol, dem Arbeitsmarktservice sowie der Industriellenvereinigung Tirol, der Bildungsdirektion Tirol und den Tiroler Fachberufsschulen.

„Die Lehre ist ein starkes Fundament für eine sichere berufliche Zukunft“, ist LH Günther Platter überzeugt. „Mit dem ‚Tag der Lehre‘ können sich Interessierte Informationen aus erster Hand von Lehrlingen sowie Vertreterinnen und Vertretern der Berufsschulen holen.“ Und wer sein Geschick beim Tischlern oder Backen auf die Probe stellen wollte, hatte bei den verschiedenen Infoständen ausreichend Möglichkeit dazu.

Anzahl der Lehrlinge steigt tirolweit

„Der Tag der Lehre ist nur eine der vielen Maßnahmen, die wir zur Stärkung der dualen Ausbildung ins Leben gerufen haben“, betont Arbeits- und Bildungslandesrätin Beate Palfrader. „Umso mehr freut es mich, dass unsere Initiativen Früchte tragen – die Anzahl der Lehrlinge steigt kontinuierlich.“

Mit einer Lehre eine tolle Karriere starten

Das Land Tirol unterstützt die Lehre durch zahlreiche Initiativen: Neben der Auszeichnung „Lehrling des Monats“, „Lehrling des Jahres“ und der Begabtenförderung werden auch engagierte LehrlingsausbilderInnen vor den Vorhang geholt. Darüber hinaus bietet das Land Ausbildungsbeihilfen oder das Bildungsgeld-update – die Möglichkeiten an Förderungen sind vielfältig. Nicht zuletzt deshalb ist Tirol europaweit Vorreiter bei der dualen Ausbildung, was sich vor allem in der geringen Jugendarbeitslosigkeit niederschlägt.

So liegt der Anteil der LehranfängerInnen inzwischen bei über 50 Prozent – trotz rückläufiger demografischer Entwicklung. Rund 3.400 junge TirolerInnen starteten 2018 ins erste Lehrjahr einer betrieblichen Lehrlingsausbildung, was einem Plus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Und auch die Gesamtzahl der Lehrlinge in Tirol ist um 1,4 Prozent auf rund 10.900 angestiegen.

Zahlreiche Initiativen stärken die duale Ausbildung

„Ein Beweis für die erfolgreiche Lehrausbildung ist, dass wir bei Lehrlings-Meisterschaften immer wieder Sieger hervorbringen. So wurde Armin Taxer im Vorjahr Weltmeister und Markus Thurnes 2016 Europameister. Nun gewann auch der Monteur Florian Schwarzenauer die Europameisterschaft EuroSkills in Budapest, wozu wir heute herzlich gratulieren“, freut sich LRin Palfrader.

„Des Weiteren stellen wir im Rahmen der Digitalisierungsoffensive auch Mittel zur Verfügung, um die Lehre als attraktiven Ausbildungsweg zu positionieren“, informiert Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, wobei sich hier die Tiroler Fachberufsschulen intensiv beteiligen. Unterstützung bietet das Land Tirol auch mit der überbetrieblichen Lehrausbildung – ein Maßnahmenpaket für lernschwache oder sozial benachteiligte Jugendliche, die nach Beendigung der Schulpflicht keine geeignete Lehrstelle finden. Für das Kursjahr 2017/18 wurden auf Antrag von LRin Zoller-Frischauf 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Eugen Stark, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Tirol: „Die Tiroler Industrie beschäftigt in etwa 100 Lehrbetrieben fast 1.300 Lehrlinge in 60 verschiedene Lehrberufen. In den Bereichen Metalltechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Chemielabor- und -verfahrenstechnik oder Mechatronik sind Fachkräfte besonders gefragt. Viele Wege führen in die Industrie – ein Praktikum, die Lehre, duale Ausbildung, ein Studium oder der Wiedereinstieg. Und nicht selten führt dieser Weg vom Lehrling über die qualifizierte Fachkraft hin in leitende Positionen oder in das Unternehmertum.“


Bild: LH Platter und LRin Zoller-Frischauf bekamen einen exklusiven Einblick in das technische Handwerk der MechatronikerInnen.

Quelle: Pressestelle Land Tirol