F&E-Experten zu Besuch bei Adler

Verantwortliche für Forschung und Entwicklung aus der Tiroler Industrie trafen sich in Schwaz zum Austausch in einem forschungsintensiven und nachhaltigen Unternehmen.

Die F&E-Plattform der IV-Tirol traf sich in der Adler-Werk Lackfabrik in Schwaz, um sich gegenseitig über aktuelle Entwicklungen im Innovationsbereich zu informieren und neue Schwerpunkte zu setzen. Diese sind die Stärkung des Technikinteresses in der Bevölkerung, der Transfer von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die betriebliche Forschung und Entwicklung (F&E), das Vorantreiben der Digitalisierung, die Zusammenarbeit mit innovativen Start-ups sowie der internationale Austausch. Unter den technisch versierten Fachkräften seien Frauen immer noch selten zu finden, ortete der Sprecher der F&E-Plattform Werner Ritter einen starken Aufholbedarf.

 

Chemie 4.0

Die Geschäftsführerin der Adler-Werk Lackfabrik Andrea Berghofer begrüßte die Vertreter aus der Tiroler Industrie, unterstrich einmal mehr die Bedeutung der Industrie für den Standort Tirol und freute sich über den regen Austausch nach dem Motto: „Von den Besten lernen“!

Albert Rössler, Leiter der F&E-Abteilung, informierte über die Digitalisierungsoffensive bei Adler. Neben einer intensiven Nutzung von Daten erkannte das Unternehmen schon lange auch die Bedeutung digitaler Geschäftsmodelle sowie die Erweiterung der Wertschöpfungskette als Erfolgsfaktoren. Als Beispiel präsentierte Rössler den Lackierroboter für 3D-Teile und eine Methode für das recyclen von Lack. Durch den Einsatz von Virtual Reality Brillen können Probleme mittels Fernunterstützung behoben sowie Schulungen und Simulationen von Lackierarbeiten durchgeführt werden. Zudem berichtete der Forschungsleiter von der Zusammenarbeit mit einem innovativen Start-up, welches Bilderkennungssoftware entwickelt. Die Software erkennt Flecken und kann somit zur Beständigkeitsprüfung eingesetzt werden.