Blockchain & Smart Contracts

Blockchain & Smart Contracts – wenn die Maschine selbständig Verträge abschließt.

„Blockchain ermöglicht den Wandel vom Internet der Informationen zum Internet der Werte“, erklärte André Schweizer, Doktorand am Kernkompetenzzentrum Finanz & Informationsmanagement an der Universität Bayreuth sowie am Fraunhofer Blockchain Labor. Der Experte gab Einblicke in ein spannendes Technologiefeld und verglich Blockchain mit einem Notizbuch: „Eine Eintragung, eine Liste von Themen, taucht auch bei anderen auf.“

Blockchains der 3. Generation
Blockchain habe das Potenzial, die nächste disruptive (Internet-)Technologie zu werden. Schweizer verglich die derzeitige Entwicklungsstufe von Blockchain mit dem Weg, der von Nokia bis zum Smartphone zurückgelegt wurde: Das kann man nicht in Monaten messen, sondern wird noch Jahre brauchen. Die 2. Generation von Blockchain ermögliche bereits „Smart Contracts“ und dadurch mehr als Kryptowährungen. Die 3. Generation seien „Tangles“ – Gewirr/Durcheinander – und keine Ketten mehr, so der Experte.

Peer-to-Peer
Das Internet ermöglicht zwar die Versendung von Informationen, nicht jedoch von Werten. Genau an dieser Stelle kommt Blockchain ins Spiel, da sie eine ausreichend sichere Infrastruktur bietet, um Vermögenswerte oder sensible Daten zu versenden, ohne dabei auf einen Mittelsmann angewiesen zu sein. In diesem Kontext wird auch häufig der Terminus Peer-to-Peer genutzt. Beiträge, die einmal in der Blockchain abgelegt sind, können nicht wieder aus der Blockchain entfernt werden. In Abhängigkeit des Dezentralitätsgrads ist ein auf einer Blockchain basierendes System höchst transparent. Robert Lauter, von Wien Energie, zeigte Beispiele auf, wie Wien Energie Blockchain für die Abwicklung von Transaktionen in der Energiewirtschaft nützt.

Bild: Demonstrieren die Anwendung einer Blockchain: André Schweizer (l.) von Fraunhofer und Robert Lauter von Wien Energie.

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